Der Junge Im Gestreiften Pyjama
Kinostart: 07.5.2009
INHALT
Der achtjährige Bruno ist stolzer Sohn eines hochrangigen Offiziers zur Zeit des dritten Reiches.
Als Brunos Vater aufs Land versetzt wird folgt die Familie.
Bruno sieht sich einer grossen Isolation entgegen. Zunehmend vermisst er nicht nur seine Freunde, auch seine Schwester und sein Vater entäuschen sein Gefühl mehr und mehr.
Unbemerkt schleicht sich Bruno des Tages über vom Anwesen weg und durchläuft den Wald bis zu einem eingezäunten Lager. Dort angelangt befreundet er sich, über den Zaun hindurch, mit dem ebenfalls achtjährigen, jüdischen Shmuel.
DIE KRITIK
Gut erinner ich mich an Roberto Benignis "Das Leben ist schön". Ebenso wie Benignis grossen Lauf und Jubel zum Gewinn seines Oscars, als natürlich auch an sein grossartiges Filmwerk.
Ich vermute im Nachhinein wird es mir mit dem Film "Der Junge im gestreiften Pyjama" eher gegensätzlich ergehen.
Keinesfalls soll der Film von meiner Kritik heraus als schlecht beurteilt werden. Allerdings fehlt mir auf Hinblick der Grausamkeit des SS-Regimes die treue zur Wirklichkeit.
Sitzen sich Bruno und Shmuel durch den Stacheldrahtzaun hindurch gegenüber, wirkt der Film seltsam verfälscht.
Nur sehr subjektiv wird auf die widerwärtige Art und Weise der Menschenverachtenden Situation hingespielt.
Der Film ist sicherlich schwere Kost, lässt aber trotzallem zu viel Raum zur Interpretation der damaligen Geschehnisse.
Besonders aber Missfällt mir die Idee, die Kindlichkeit als Mittel zum Zweck zu gebrauchen um dem Zuschauer, oder Leser ein Gefühl von Mitgefühl zu erwecken.
Aber sei es drum, abseits von meiner zu eigenen Einstellung; es ist ein Film den ich letztenendes gerne weiterempfehle.
