Watchmen
Kinostart: 05.3.2009

 INHALT 
Als einziges Comic wählte das Time-Magazine "Watchmen" unter die 100 besten Bücher aller Zeiten. Fans bezeichnen das Jahrhundertwerk von Autor Alan Moore und Zeichner Dave Gibbons vorzugsweise als "Graphic Novel", um es mehr von üblichen Superheldencomics abzuheben. Tatsächlich bietet die Vorlage zum Film eine Fülle an sozialen, politischen, aber auch popkulturellen Verweisen, die Watchmen zu mehr als nur einem Comic machen.

 DIE  KRITIK 
Üblicherweise liege ich nach einem Film dieser Spieldauer gelangweilt unter den Sitzen des Kinos, wartend auf den Abspann um endgültig entfliehen zu dürfen.
Anders bei Watchmen. Ich denke der Film hätte gern noch eine weitere Stunde vertragen. Und wird mir diese Stunde nicht gegönnt; ich könnte den Film im Anschluss ein zweites Mal sehen.

Neben "Sin City" ist Watchmen sicherlich die beste Comicverfilmung. Und nicht nur das. Anders als viele Verfilmungen der grossen Comichelden wirkt Watchmen durchdacht und sinnverwandt. Es wird nicht das typische Klischee von Gut und Böse aufgefahren, wobei das Ende selbst für den Uninteressierten absehbar sein mag.

Einzig störend, ist die leise Ahnung, die Teletubbies wären für die Musik des Films verantwortlich gewesen.
Eventuell soll es den Charakter der Zeit wiederspiegeln, aber für meinen Geschmack ist die Musik unterste Qualität.

Unterhaltung:
Action:
Humor:
Anspruch:


Positive Aspekte des Films gibt es zuhauf.
Die Charaktere wirken aus der Realität entsprungen, wobei die Dialoge an einigen Stellen etwas Flach und Lieblos wirken. Was aber aufgrund der spannenden Handlung kaum auffallen wird.
Man ist permanent an Aufmerksamkeit gebunden. Der Film bedient sich vieler kulturellen Aspekte, sowohl globaler als auch substantieller Natur.

Ich denke an diesem Film werden viele Geschmäcker ihre Freunde finden.

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