Milk
Kinostart: 19.2.2009
INHALT
Authentische Verfilmung über die letzten 10 Jahre von Harvey Milk, der als erster bekennender Homosexueller in ein relevantes politisches Amt gewählt wurde.
Sean Penn erhielt für seine überzeugene Darstellung von Harvey Milk den Oscar als bester Hauptdarsteller 2009.
DIE KRITIK
In diesem Fall fällt es mir unwarscheinlich schwer ein, für den Leser relevantes, aufschlussreiches und kritisches, aber faires Wort zu finden.
Unantastbar ist die erwähnenswerte Leistung von Sean Penn in der Hauptrolle für die er den Oscar 2009 erhielt.
Allgegenwärtiger positiver Aspekt des Films ist die Tatsache, dass sich hinter dem Film "Milk" keine fiktive Handlung verbirgt, sondern das Leben eines kleinen grossen Revolutionärs.
Doch hat die Sichtweise, über die der Film in vielen Strecken verschwimmt, die grossen relevanten Aspekte um die Wirkung seines schaffens verloren.
Mir ist bewusst wie schwer es sein mag, ein ganzes Leben, oder zumindest die 10 bedeutsamen Jahre einer Person, und das seines Umfeldes darzustellen, aber in diesem Fall von Harvey Milks Verfilmung über seine politische Karriere, ist es meiner Ansicht nach gründlich daneben gegangen.



Action:



Humor:



Anspruch:



Es gibt mehrere Eckpfeiler an denen die Geschichte ihr Leben hätte nähren sollen.
Zum einen die permanente politische Verfolgung, unter die Harvey und seine homosexuelle Front leiden musste. Die Wirkung dieser vielen Niederschläge und schlechten Entwicklungen zu Anfang auf die Person von Harvey Milk werden kaum aufgegriffen.
Es wird zwar diesbezüglich besonders zu Beginn des Film darauf eingegangen, aber, da im eigentlichen, die Karriere von Harvey sich einzig auf seiner Angst vor solchen Übergriffen bezieht, wirkt mir die Wirkung auf einzelne zu wenig beachtet.
Desweiteren wirkt mir das Umfeld von Harvey, als hätte man die Kämpfer von Überzeugung und Rechten beinahe verharmlost. In weiten Abschnitten wirkt das Handeln und Wirken der vielen Genossen um Harvey Milk beinahe zu selbstverständlich.
Und zum Schluss muss ich bemerken, dass ich mich als Zuschauer wie in einer weit entfremdete Welt entführt sah.
Ich kämpfe mit Rosa Parks, hungere mit Ghandi und boxe mit Ali, aber ob ich mich nackt neben Harvey gestellt hätte, wage ich zu bezweifeln.
