Inhalt
Der verwitwete Chinese Mr. Shi besucht seine einzige Tochter Yilan, in den USA. Die kürzliche Trennung zwischen Yilan und ihrem Ehemann überzeugt Mr.Shi, ihr in dieser schweren Phase beistehen zu müssen. Yilan jedoch, ist weniger begeistert von der bevormundend wirkenden Unterstützung und schottet sich immer mehr ab.
Kritik
Eine Homage an das Alter, die Kultur und das Leben.
Nicht nur das hervoragend besetztem Ensemble macht aus diesem Film etwas Grossartiges. Mit viel Humor, Charme und Ruhe wirkt dieser Film in seiner Pracht.
Das Erscheinen von Mr.Shi ist schon ein verschmitzes Lächeln wert, wie er mit durchhängendem Kreuz und weitvorgebeugten Lenden seine Runden zieht. Und spätestens wenn Mr.Shi in gebrochener Sprache und zur hälfte chinesisch sprechend seine Bekanntschaft mit einer ebenso schlechtverständlichen Iranerin beginnt hat man als Zuschauer seine helle Freude.
Ohne jemals die bedrückende Stimmung zwischen Mr.Shi und seiner jungen Tochter Yilan zu vergessen, wirkt der Film in jeder Einstellung stimmig und überlegt. Die allgemeine Geschichte, alsauch die liebevollen Dialoge sind es Wert diesen Film zu geniessen.
Bekannte Gesichter des Filmwesens wird man vermissen, dennoch bin ich der Meinung, dass keiner der millarden Chinesen Mr.Shi hätte besser verkörpern können als seine jetzige Besetzung.
Ein erstklassiger Film abseits von Superhelden, Serienmördern und allgemeinem Trash der allseits verbreiteten Hollywood-Unterhaltung.
Ach, wussten Sie, dass Zikaden erst 17 Jahre unter der Erde heranwachsen, um dann für nur einen einzigen Sommer zu singen?